Wir wissen ja schon lange, dass das Vitamin D entscheidend für eine gute Funktion des Immunsystems ist. In der folgenden Arbeit zeigt sich nochmal, wie deutlich der Zusammenhang vom Vitamin D Spiegel im Blut und dem Risiko einer Lungenentzündung ist.
In dieser Studie wurden 16.975 Personen 6 Jahre lang beobachtet und deren Vitamin D Spiegel mit dem Auftreten einer Lungenentzündung verglichen. Das Ergebnis sieht man in der folgenden Grafik:
Das kumulative Auftreten einer Lungenentzündung (Y-Achse) stieg immer weiter bis zu einem Vitamin D Spiegel von 30-50 ng/ml (X-Achse). Bei Werten über 50ng/ml flacht die Kurve ab und zeigt keinen weiteren Anstieg, heißt bei einem Vitamin D Spiegel über 50ng/ml gibt es kaum noch Lungenentzündungen.
Wenn man bedenkt, dass in den USA jährlich 50.000 Menschen an Lungenentzündungen sterben und mit Lungenentzündung nicht nur bakterielle, sondern auch virale Lungenentzündungen (z.B. durch Influenza oder andere Atemwegsviren) gemeint sind, dann will man glaube ich nicht zu den Personen mit einem Vitamin D Spiegel unter 30 ng/ml gehören. In Deutschland haben aber immer noch ca. 80-90% der Menschen (vor allem im Winter und Frühling) einen Wert unter 30 ng/ml.
Wenn man sich die Daten dieser Studie ansieht, fragt man sich doch, wieso noch so viele Menschen mit einem so niedrigen Vitamin D Spiegel herumlaufen.
Schauen wir uns die Grafik nochmal an: über 50ng/ml ist in der Kurve kein Anstieg mehr zu verzeichnen. Also wäre es ja eigentlich wünschenswert, wenn jeder einen Vitamin D Spiegel optimalerweise über 50ng/ml hätte.
Vitamin D Status and Community-Acquired Pneumonia: Results from the Third National Health and Nutrition Examination Survey