Der Stoff, aus dem das natürliche, dauerhafte Glück gemacht ist!
Unser wichtiger Neurotransmitter Serotonin ist für viele Funktionen im Gehirn verantwortlich:
Serotonin spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation von Stimmung, Gefühlen von Zufriedenheit und emotionaler Ausgeglichenheit. Niedrige Serotoninspiegel werden mit depressiven Verstimmungen und Angststörungen in Verbindung gebracht.
2. Schlaf-Wach-Rhythmus und Appetit
Der Neurotransmitter beeinflusst den Schlaf (insbesondere den Übergang in den REM-Schlaf) sowie Hunger- und Sättigungsgefühle. Eine ausgeglichene Serotoninaktivität unterstützt erholsamen Schlaf und eine gesunde Nahrungsaufnahme.
Serotonin moduliert Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnisbildung. Es trägt dazu bei, neuronale Netzwerke flexibel zu halten und fördert so kognitive Leistungsfähigkeit und Entscheidungsfindung.
4. Schmerz- und sensorische Verarbeitung
Über spezifische 5‑HT‑Rezeptoren beeinflusst Serotonin die Schmerzempfindung, die Thermoregulation und die Integration sensorischer Reize aus verschiedenen Sinnesorganen.
Manuel erklärt GSAMT
Damit das Serotonin im Gehirn gebildet werden kann, brauchen wir die Verfügbarkeit der biochemischen Vorstufe davon: Tryptophan
Damit das Tryptophan aber ins Gehirn gelangen kann, muss es zunächst die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Das geschieht, indem Tryptophan durch einen Aminosäuretransporter (LAT1) ins Gehirn geschleust wird. Hier liegt sozusagen der Flaschenhals in der Versorgung des Gehirns mit Tryptophan. Wie können wir die Aminosäure lipophiler machen, so dass sie auch ohne den Transportkanal LAT1 die Zellmembran der Blut-Hirn-Schranke überwinden kann?
Das macht man, indem man die Aminosäure acetyliert. Die Acetylierung einer Aminosäure erhöht durch Maskierung der Ladung und Reduktion der H‑Brücken ihre passive Diffusionsfähigkeit über die BHS (Blut-Hirn-Schranke).
Der Syntheseweg vom Tryptophan geht aber noch weiter:
Wir brauchen das Tryptophan auch für die Melatonin-Synthese. Melatonin, das wissen wir schon lange, ist für einen guten Schlaf und damit auch für viele weitere Prozesse unentbehrlich.
Leider ist die so wichtige Aminosäure Tryptophan in unserer typischen Ernährung Mangelware. Ein Serotonin- und Melatoninmangel erklären viele der typischen Symptome, die man bei so einigen Menschen beobachten kann.
Damit die Synthese von Serotonin und Melatonin aus Tryptophan aber ungestört ablaufen kann, brauchen wir noch einige Co-Faktoren, die auch häufig Mangelware sind. Und hier wäre insbesondere das S-Adenosyl-Methionin (SAM) zu nennen.
S-Adenosylmethionin (SAM oder SAMe)
S-Adenosyl-Methionin (Abk.: SAM oder SAMe) ist ein Stoffwechselprodukt aus der essentiellen Aminosäure Methionin. SAM wird für viele Prozesse im menschlichen Körper benötigt, insbesondere für die Neurotransmittersynthese.
Damit der Körper selbst SAM herstellen kann, brauchen wir wiederum viele Co-Faktoren, insbesondere die Ausgangssubstanz Methionin und die Vitamine B12 und Folsäure, sowie wiederum viele weitere Co-Enzyme für die jeweilige Umwandlung. Da liegt es doch nahe, dass man das SAM einfach direkt substituiert. Das wird auch schon seit langem gemacht und SAM gilt daher als „natürliches“ Antidepressivum. Denn erst mit SAM kann das Enzym Tryptophanhydroxylase richtig arbeiten um aus Tryptophan letztendlich Serotonin und Melatonin herzustellen:
Daher brauchen wir nicht nur Tryptophan, sondern auch das S-Adenosylmethionin als Ausgangssubstanzen.
Dann haben wir genug Serotonin und Melatonin für Entspannung, Wohlfühlen und guten Schlaf. Aber da fehlt noch was. Für das richtige Glücksgefühl brauchen wir auch Antrieb. Und da kommt der so wichtige Neurotransmitter Dopamin ins Spiel. Dopamin ist sozusagen unsere Triebfeder, unser Antrieb. Wie bekommen wir das Dopamin im Hirn?
Tyrosin ist die biochemische Ausgangssubstanz für die Herstellung vom Dopamin:
Dopamin ist für Bewegung, Antrieb und Leistungsfähigkeit unersetzlich. Des Weiteren ist Dopamin der Botenstoff im Gehirn, der das Signal für Belohnung in unserem Gehirn (Nucleus accumbens) liefert. Dopamin ist also die „Belohnung“ dafür, dass man etwas getan oder erreicht hat.
Tyrosin ist eine Aminosäure. Die muss man essen. Leider ist Tyrosin in unserer Nahrung auch wieder häufig Mangelware.
Aber auch hier, brauchen wir wieder unser SAM. SAM ist ein Co-Faktor für die Tyrosinhydroxylase, die den ersten Schritt vom Syntheseweg des Dopamin aus Tyrosin katalysiert:
Aus dem Dopamin wird im weiteren Verlauf auch der wichtige Neurotransmitter Noradrenalin gebildet:
Damit wir die so wichtigen Neurotransmitter Serotonin, Dopamin, Noradrenalin und Melatonin bilden können, brauchen wir dazu die wichtigen Bausubstanzen. Dazu gehören insbesondere Tryptophan, Tyrosin und S-Adenosylmethionin. Das sind die Stoffe, aus denen positive Gedanken und positive Energie gemacht werden.
Damit im Gehirn, das Gefühl von Glück und Wohlbefinden entsteht, müssten die Substanzen Dopamin und Serotonin an einem Nervenende (Synapse) ausgeschüttet werden.
Wenn eine Nervenzelle, welche das Dopamin gespeichert hat, dazu angeregt wird es zu „entleeren“, dann geht das Dopamin über einen Spaltraum (synaptischer Spalt) an die Zielzelle und löst eine Reaktion aus, z.B. Belohnungsgefühl, Motivation. Leider sind nach ein paar Mal die Dopaminspeicher (bzw. Serotonin) leer. Dann muss neues Dopamin (bzw. Serotonin) hergestellt werden. Und dazu braucht die Zelle die Bausteine vom Dopamin. Insbesondere Tyrosin. Das Gleiche gilt für das Serotonin. Hierzu brauchen wir Tryptophan.
Wir sehen, ohne die Baustoffe kann das, was uns Glück, Motivation, Wohlbefinden und das Gefühl der Zufriedenheit gibt, nicht hergestellt werden.
Leider wissen das viele Menschen nicht und das führt zu einem Problem: sie holen sich diese Gefühle kurzfristig mit Drogen, Zucker oder Extremverhalten und erzeugen diese positiven Gefühle künstlich und nur kurzfristig. Jedenfalls nicht so, wie die Natur es für unseren Körper geplant hat, nämlich diese Stoffe immer und regelmäßig aus den Baustoffen, die mit einer guten und mikronährstoffreichen Ernährung geliefert werden, selbst herzustellen. Diese kurzfristige Entleerung der Speicher von Dopamin und Serotonin macht leider nur kurz ein positives Gefühl. Schnell sind die Speicher dann leer. Und dann geht es einem schlechter als vorher. Und es wird erneut zu einem billigen schnellen „Trick“ gegriffen um zu versuchen, das letzte Quäntchen Dopamin und Serotinin aus den Speichern zu quetschen. Leider ohne ausreichende Neuproduktion. Daher muss die Dosis der Droge/Verhalten/Etc. dann gesteigert werden. Und wieder wirkt es nur kurz mit anschließend leeren Speichern und dann einem schlechten Gefühl und der Drang, noch mehr von der dopaminfreisetzenden Droge/Etc. zu konsumieren. Und da ist der Teufelskreis. Ohne das biochemische Wissen, kann man schnell in diese Falle tappen. Wer dem Körper gibt, was er natürlicherweise braucht, kann auch auf natürliche Weise und so wie es die Natur vorgesehen hat, diese positiven Gefühle auf gesunde Weise haben. Das ist Gesundheit. Und eine gesunde Biochemie im Körper macht auch gesunde, positive Emotionen. Ganz nach dem Motto: mens sana in corpore sano. (Nur in einem gesunden Körper kann ein gesunder Geist wohnen).