Keine einzige Kalorie – und trotzdem läuft ohne sie nichts
Winzige Mengen, gewaltige Wirkung – über 20 Vitamine, 13 davon unerlässlich
Vitamine sind organische Verbindungen, die dein Körper für lebenswichtige Funktionen braucht – aber bis auf wenige Ausnahmen nicht selbst herstellen kann. Deshalb gehören sie zu den essentiellen Stoffen: Sie müssen über die Nahrung hereinkommen. Von den über 20 bekannten Vitaminen gelten 13 für den Menschen als unerlässlich. Sie liefern keine einzige Kalorie und sind trotzdem an nahezu jedem Prozess beteiligt – von der Immunabwehr über die Blutbildung bis zur Stimmung.
Der Name geht auf den polnischen Biochemiker Casimir Funk zurück, der 1912 den Begriff aus „vita“ (Leben) und „amin“ prägte. Fehlt nur ein einziger dieser Bausteine, wird das ganze System instabil: Wir werden müde, schlapp und anfälliger für Krankheiten.
Vitamine teilen sich nach ihrer Löslichkeit in zwei Gruppen. Dieser Unterschied entscheidet, ob dein Körper sie speichern kann – und ob eine Überdosierung überhaupt möglich ist.
Vitamine sind kein Medikament
Ein weit verbreiteter Denkfehler: Man erwartet von einer Kapsel die schnelle Wirkung einer Tablette. Vitamine wirken aber nicht wie ein Schmerzmittel in 20 Minuten – sie füllen über Wochen und Monate die Speicher auf.
Überdosieren lässt sich im Alltag praktisch nur bei den fettlöslichen Vitaminen, die der Körper speichert. Alles Wasserlösliche scheidet er wieder aus. Das Ziel ist deshalb nicht die Wunderpille, sondern die dauerhaft gute Versorgung.
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