Bereit für neue Vorsätze? Schon wieder? Und das mit dem Gedanken, dass sie die letzten Jahre auch nicht eingehalten wurden? Wer immer das Gleiche macht und ein anderes Ergebnis erwartet, der sollte mal kurz darüber nachdenken, warum es eben nicht klappt. Im Fall der guten Vorsätze ist dies recht einfach, wenn man es mal erklärt bekommt. Ja, alles ist einfach, nach dem es erstmal schwer war. Jetzt wird es in diesem Sinne schwer, dass man akzeptieren muss, dass Motivation und Antrieb gegessen werden müssen. Sonst klappt es eben wieder nicht. Vorsätze sind gut. Sie zeigen, dass wir was verändern wollen, weil wir mit etwas unzufrieden sind, oder wir wissen, dass so wie wir es gerade tun, ist es nicht gut. Egal ob das eine schlecht Angewohnheit ist oder ein Sucht oder eben ein Verhalten, welches uns nicht gut tut. Wer etwas verändern will, der braucht Motivation. Motivation kommt von Motor = Antrieb. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Der Antrieb. Dieser sitzt in unserem Zentralen Nervensystem und produziert ein Hormon, dass sich Dopamin nennt. Ob man es glaubt oder nicht, darum und nur darum dreht sich die ganze Welt. Nur um dieses Hormon. Das ist unser Antrieb, das ist unsere Motivation, das ist unsere Belohnung. Dieses Hormon, stimuliert unser Belohnungszentrum im Gehirn, den Nucleus Accumbens. Die Problematik dahinter ist, dass wir zu wenig Dopamin produzieren, weil Dopamin zu Adrenalin und Noradrenalin weiterverarbeitet wird, wenn wir gestresst sind. Und wer ist in der heutigen Zeit nicht gestresst? Keiner.. eben..
Das Fehlen von Motivation und Antrieb ist nichts Weiteres, als ein großer Mangel an Dopamin. Wer sich mit der Herstellung des Dopamins befasst, der wird schnell feststellen, dass es überhaupt kein Wunder ist, das alle Welt antriebslos und schlecht gelaunt ist. Denn der Hauptbaustein des Dopamins ist Tyrosin. Ein Eiweißbaustein. Leider essen wir viel zu wenig davon. Hinzu kommt, dass viele Menschen eine enzymatische Störung haben, die dazu führt, dass Nährstoffe überhaupt nicht richtig im Körper aufgenommen und verwertet werden können. Was wiederum zu Nährstoffmängeln führt. Enzyme werden ebenfalls aus Eiweißbausteinen gebildet. Was wiederum erklärt, warum so viele Menschen Allergien und Nahrungsunverträglichkeiten haben. Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn das große Glück gehabt fast 20.000 Blutbildern von Menschen analysieren zu dürfen und kann sagen, dass was allen gefehlt hat, war Eiweiß und damit eben die wichtigsten Aminosäuren. Allein aus diesem Zusammenhang heraus kann man erkennen, dass Motivation und Antrieb keine Frage der Einstellung ist. Nein, auf gar keinen Fall, sondern es ist eine Frage der Ernährung und der Nährstoffe. Wer zu wenig Tyrosin hat, der kann nicht motiviert sein. Und schon dreimal nicht, wenn er obendrein gestresst ist, denn das Dopamin für die Motivation wird zu Adrenalin umgewandelt und fehlt uns in der guten Laune und im Antrieb. Es kann so einfach sein. Wenn man eben weiß, wie es funktioniert. Eines der Probleme die noch zusätzlich gelöst werden müssen ist, dass man nicht nur das Tyrosin erhöhen muss, sondern eben noch die Hilfsstoffe, die benötigt werden um Dopamin zu bilden. Da die wenigsten Leute Nährstoffversorgung wirklich ernstnehmen bzw. überhaupt verstehen, ist es eben nicht so einfach, Lust, gute Laune und Motivation in eine Person hineinzubekommen.
Hinzu kommt zusätzlich noch, dass die meisten Menschen sich in so großen Defiziten befinden, dass es erstmal dauert, bis die Nährstoffe in einer „verwendbaren“ Menge im Körper vorhanden sind, dass man was merkt. Obendrein kommt der Fakt, dass die meisten Menschen, durch den Stress den sie im Alltag haben und den großen Nährstoffmangel in einen so großen Dopaminmangel hineingearbeitet haben, dass es sehr lange dauert, bis die Dopamin-Transporter wieder aufgebaut und aufgefüllt sind. Dadurch, dass wir alle unseren Stress und unsere „Süchte“ und Angewohnheiten haben, die unser Dopamin, neben dem Adrenalin „wegfressen“, dauert es leider sehr lange, bis wir wieder Antrieb haben, wenn wir die ganze Sache nur stiefmütterlich behandeln.
Was heißt das nun?
Süchte und „Angewohnheiten“, die uns vermeintlich gut tun, wie z.B. Rauchen, Alkohol, TV, Internet, Handy, Serienschauen, Essen, Canabis, Koffein und andere Stimulantien verbrauchen unser Dopamin. Heißt, alles was wir denken, dass uns gut tut, leert unsere Dopamin-Speicher und lässt uns antriebslos zurück. Ich denke, jeder kennt es, TV schauen und dabei essen, dann brauchen wir nichts mehr und wir werden faul und träge aber wir werden dadurch nicht glücklich, sondern eher unglücklich. Wer Antrieb und Motivation erfahren will, der muss verstehen, dass sein Alltag ihm das Dopamin raubt für den Antrieb und die gute Laune. Wir haben nun verschiedene Möglichkeiten. Wir erhöhen die Zufuhr der Stoffe, die für die Dopaminproduktion verantwortlich sind und das so lange bis wir merken, dass wir wieder Energie und Lust auf Neues bekommen. Was wir gleichzeitig machen können ist, dass wir alles was unserem Dopamin schadet versuchen abzustellen. Das geht aber NUR, wenn wir bereits einen neuen Antrieb haben. Das bedeutet, wir müssen das Dopamin so hochbekommen, dass wir Lust haben, auf alle Dopaminfresser zu verzichten. Heißt, erhöhe dein Tyrosin. Mindestens 3 mal 4g am Tag.