ACHTUNG, keine einfache Kost. Nur lesen, wenn Ruhe und Kopf!
Selbstverständlich?!
Einfaches Wort.. sagt man sehr häufig und meist beiläufig und meint es oft gar nicht so. Es bedeutet direkt übersetzt: Erklärt sich von selbst! Gemeint ist, dass es für uns „normal“ und somit „gewöhnlich“ ist.
Bis wir irgendwann feststellen, dass gar nichts selbstverständlich ist. Vor allem nicht in der heutigen Zeit. Alles was für uns in den letzten 40 Jahren normal, gewöhnlich und somit selbstverständlich war, gerät nun nach und nach ins Wanken. Wärme, Sicherheit, Arbeit, Wasser, Essen, wohnen. Alles mehr oder weniger selbstverständlich – bisher. Die Welt verändert sich. Umso wichtiger ist es, sich klarzumachen, dass rein gar nichts auf dieser Welt selbstverständlich ist. Noch nicht mal so profane Dinge, wie das warme Wasser aus der Leitung. Es war noch nie so wichtig, sich klar zu machen, was wirklich wichtig ist und worauf es tatsächlich ankommt. Gerade jetzt kommt es darauf an, dass wir der eigenen Gesundheit einen Wert beimessen müssen. Denn diese ist weder selbstverständlich, noch garantiert.Oftmals leben wir in unserem Stress so vor uns hin und nehmen alles um uns herum als gegeben und „normal“ hin. Ein fataler Fehler.
Ich hatte dieses Jahr einen sehr besonderen Termin, der mich extrem bewegt hat. Der mir sehr nah ging und der mich im Nachgang noch lange beschäftigt hat und es auch heute noch tut.
Frau. Mitte 60. Tolle Frau. Voller Lebensfreude und Energie. Nach einem kurzen Kennenlernen kam von mir die Frage, was ich denn für sie machen kann und was sie sich wünscht.
Antwort: „Ich möchte gern eine lustige Witwe sein!“ Wir beiden lachten und dann sah ich ihre Traurigkeit. Was so einfach und salopp aus ihr herauskam, saß so tief und war so voller Traurigkeit. Es hat mich tief bewegt und berührt.
Das Lachen verstummte und wurde durch eine sehr ernsthafte Situation ersetzt. Es war ihr erster Urlaub seit dem Tod ihres Mannes vor 6 Jahren. Sie waren über 40 Jahre verheiratet.
Sie ist das erste Mal seit Jahren allein aus dem Haus, ohne ihn, allein verreist ohne ihn. Sie hat seit dem Tod ihres Mannes viel Zeit mit uns verbracht und war unendlich dankbar, dass ich sie durch diese schlimme Zeit des Verlusts begleitet habe. Ich wusste davon leider gar nichts. Trotzdem gaben pur-life und ich ihr die Kraft durchzuhalten, sich um sich zu kümmern, sich mental aufzurichten und nach vorne zu schauen. Aber das ist nicht, worum es geht. Sie wollte mich/uns einfach einmal kennenlernen. Das war ihr Wunsch und den hat sie sich erfüllt. So etwas Profanes und Simples wie zu „fremden“ Menschen zu fahren, um DANKE zu sagen. Sie wollte einfach Danke sagen für die vergangenen Jahre, die wir ihr durch diese Zeit geholfen haben. Dabei haben wir gar nichts Besonderes gemacht, außer unsere Arbeit. Für uns „selbstverständlich“.
Was war geschehen? Ihr Mann ging morgens zur Arbeit und erlitt dort einen Herzinfarkt, mit tödlichem Ausgang und kam einfach nicht mehr nach Hause. Alles was bis dahin „selbstverständlich“ war, wurde mit einem Mal zerstört. Keine Zeit des Abschiednehmens, keine Zeit des Entschuldigens, keine Zeit des Dankesagens, keine Zeit für die Liebe und die wirklich wichtigen Dinge des Lebens mehr. Einfach vorbei. Keine 2. Chance. Kein Aufwachen und nochmal von vorne beginnen. Ein Albtraum. Ein grenzenloser Albtraum. Viele Jahrzehnte, alles gemeinsam gemacht. Plötzlich allein und einsam. Kein Weg zurück, kein Neustart.
Das Leben ist kein Computerspiel. Es gibt keine 2. Chance für die Gesundheit. Es gibt keine zwei Tode. Man stirbt nur einmal. Sterben ist für den, der stirbt, wenn es schnell geht, nicht schlimm. Nur eben für die, die in der Einsamkeit verbleiben müssen. Sie hat Ihren Weg gefunden, um damit umzugehen. Ich habe wirklich selten eine so tolle, energiegeladene Frau gesehen und erlebt. Sicherlich kostet sie das extrem viel Energie, aber sie hat den festen Wunsch gefasst, es zu schaffen und für sich ein tolles, lustiges Leben zu führen.
Mein Job ist sehr besonders. Ich liebe das was ich tue. Es ist nur eben nicht immer einfach. Ich habe täglich mit Menschen und Schicksalen zu tun. Figurprobleme zu lösen oder Energielosigkeit wieder umzukehren gehört zu den einfacheren Dingen, die auch Spaß bringen. Es gibt aber auch Termine und Begegnungen, die gehen tief, die nimmt man mit, die beschäftigen und hallen nach. Sie erden aber auch. Sie machen immer wieder bewusst, worauf es wirklich ankommt. Ich bin für jeden Mensch, der mir sein Vertrauen, seine Zeit, seine Energie schenkt unendlich dankbar, denn es gibt nichts Erfüllenderes, als zu helfen. Besonders, wenn man helfen kann und wenn es ankommt. Was sollen/können wir von dieser Frau mitnehmen?
Nichts ist selbstverständlich, gar nichts!
Es gibt für den „Hinterbliebenen“ immer ein Leben nach dem Tod.
Wir sollten jeden Tag genießen, als wäre es unser letzter.
Wir sollten für alles und jeden in unserem Leben dankbar sein, auch über den, der uns nervt und ärgert, denn wir werden daran wachsen und lernen!
Wir sollten uns immer um uns selbst kümmern und in unsere Gesundheit investieren. Ohne Gesundheit ist alles nichts. Wir können anderen nur eine Hilfe oder eine Stütze sein, wenn es uns selbst gut geht. Das hat nichts mit Egoismus zu tun!
Es gibt mit Sicherheit noch viel mehr Dinge, die wir aus Renates Geschichte lernen können, aber das kann jeder für sich selbst machen.
Noch einen Satz zum Leben nach dem Tod. Verlust ist das Schlimmste, das wir erleben können. Es ist die höchste Prüfung, die uns im Leben erwartet. Es gibt nichts, was uns mehr Energie kostet und uns und unseren Glauben und unser Herz auf die Probe stellt. Egal an wen und was man glaubt oder ob man glaubt. Eines muss und sollte klar sein, wenn man einen lieben Menschen verliert, der einem nah steht. Was wäre wohl der Wunsch dieser „scheidenden“ Person? Dass wir für immer für sie leiden oder dass wir versuchen, weiter glücklich und gesund zu leben? Was würden wir selbst wollen, wenn wir gehen? Wollen wir, dass alle um uns herum leiden und dass es ihnen schlecht geht? Oder wünschen wir uns für sie Glück, Gesundheit und ein langes Leben? Ich weiß, was ich mir wünschen würde. Du auch?
Mein Gedanke dazu ist… Wir leben auch nach dem Tod in den Herzen und Gedanken der Menschen weiter. Sobald niemand mehr an uns denkt, sterben wir. Deshalb hör nie auf, an die Menschen zu denken, die dir mal was bedeutet haben, die schon gegangen sind. Halte sie mit deinem Herz und deinen Gedanken am Leben und lebe Dein Leben in ihrem Sinn, nämlich glücklich und gesund.
An dieser Stelle meinen Dank an jeden, der diesen Newsletter liest und als etwas „Besonderes“ sieht. Es war nie als Werbemail gedacht. Es soll eine persönliche Nachricht von mir an Dich sein. Gedanken, Informationen, Hintergründe, Gedankenanstöße, Umsetzungsvorschläge und einfach mal den Blickwinkel ändern. Das möchte ich mit meinen „Lettern“ erreichen. Mehr nicht. Gleichzeitig möchte ich Dir damit meinen Dank aussprechen für deine Zeit und dein Vertrauen. Pur-life ist mehr als nur eine anonyme Onlineplattform und wenn das bei dir angekommen ist, dann ist meine Arbeit ein Erfolg.
Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, das zu lesen. Lass es wirken. Mach was draus. Sag den Menschen, die dir wichtig sind, dass sie dir wichtig sind. Sie sind nicht „selbstverständlich“ in Deinem Leben. Ganz und gar nicht, sondern eher andersrum. Sie machen Dein Leben BESONDERS und BESONDERS LEBENSWERT!
Nähe und menschliche Wärme sind „lebensnotwendig“ und zum Glück nicht käuflich! Sammle Kraft bei Deinen Lieben. Ärgere Dich nicht über Nichtigkeiten und Kleinigkeiten. Ärgere Dich nicht über Menschen, die Du nicht kennst oder die es nicht wert sind. Es ist Deine Energie, die dabei verloren geht. Gehe sparsam mit Deiner Energie um. Ärgern kostet nur Kraft und macht Stress und Stress ist nicht gut für uns.
Versuch vorzubeugen und Deine Gesundheit zu pflegen. Du bist von ihm abhängig!
Ich wünsche Dir eine tolle Woche. Bleib motiviert! Versuch bitte regelmäßig was für Dich zu tun. Für den Urlaub kannst Du Dir Kurse auf Dein Gerät laden und brauchst kein Internet.
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Solltest Du mal ein Motivationsloch haben, schreib mir gern. Ich versuche mein Bestes, Dich da rauszuholen.