Neue Studienergebnisse zeigen: je mehr Kalium, desto gesünder. Natrium und Kalium sind die wichtigsten Salze unseres Körpers. Was ist die optimale Zufuhrmenge pro Tag? Dazu gibt´s nun Studiendaten.
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Es gibt neue Daten aus der PURE-Studie, was die Salzaufnahme angeht. Über ältere Teile der Studienergebnisse bezüglich der Natriumaufnahme haben wir schon berichtet:
Da konnte man schon sehen, dass der Zusammenhang von Natriumaufnahme und Gesundheit eine U-förmige Beziehung hat. Heißt zu wenig Natrium und zuviel Natrium sind schlecht, das niedrigste Krankheitsrisiko hat man in der Mitte, als am untersten Punkt des U. Hier lag die Natriumaufnahme bei 5 Gramm pro Tag (entspricht 12 Gramm Kochsalz = Natriumchlorid). Das gesundheitliche Optimum.
In der nun neuen Studie wurde endlich auch das Kalium mitberücksichtigt. So wie wir das schon im Thema
Wir wissen ja, Natrium erhöht den Blutdruck, Kalium senkt den Blutdruck. Habe mich schon immer gefragt, warum immer von allen Seiten weniger Natrium empfohlen wird, man könnte doch auch einfach mehr Kalium empfehlen? Aber wie wir wissen, wird von offizieller Seite immer nur weniger von allem empfohlen, möglichst wenig, dass man so gerade überleben kann und zum Bruttoinlandsprodukt beitragen kann, aber bloß nicht mehr. Wohlfühlen und Topfit sein sind anscheinend nicht von Behörden und Politik vorgesehen. Achten Sie mal in den üblichen Medien darauf, es wird meist nur weniger von dies oder jenem empfohlen, selten MEHR. Auch wenn das MEHR manchmal mehr Gesundheit bringen könnte.
Nun können wir das auch mit guten Daten aus der Pure-Studie belegen. Hier konnte gezeigt werden, dass je höher die Kaliumaufnahme war, desto höher die Überlebenswahrscheinlichkeit auf längere Zeit. Hier haben wir nicht wie beim Natrium eine U-förmige Beziehung was die Dosis (X-Achse) und Sterblichkeit (Y-Achse) angeht, sondern eine linear, konstant nach unten abfallende Linie. Also je höher die Kaliumaufnahme, desto niedriger die Sterblichkeit. Die Kurven kann man sich in der
mal ansehen (der Artikel ist für jedermann frei zugänglich).
Die optimale Kaliumaufnahme pro Tag lag bei > 3 Gramm pro Tag.
Die optimale Natriumaufnahme pro Tag lag bei 4 - 5 Gramm pro Tag (Achtung Kochsalz ist Natriumchlorid und wiegt mehr als nur Natrium. Daher entsprechen 4 - 5 Gramm Natrium ≈ 10 - 12 Gramm Kochsalz).
Auch sichtbar aus den Daten der Studie, je mehr Kalium man zu sich nahm, desto eher dürfte man auch mehr Natrium zu sich nehmen. Eigentlich logisch. Aber schön, wenn das gut erhobene Daten auch nochmal genau so zeigen. Heißt, wer viel Natrium isst, darf das Kalium nicht vergessen.
Kalium ist also sehr positiv und verlängert das Leben. Daher pro Tag mindestens 3 - 4 Gramm Kalium zu sich nehmen. Kalium ist neben dem Natrium das wichtigste Salz unseres Körpers. Daher bei Salz bitte nicht nur an das Kochsalz (NaCl) denken.
Empfehlung:
Die optimale Gesundheit lag in der Studie bei einer Aufnahme von:
5 Gramm Natrium und mindestens 4 Gramm Kalium pro Tag.
Kaliumgehalt verschiedener Lebensmittel
ca. in mg pro 100 g Lebensmittel:
Aprikosen
280 mg
Rote Beete
350 mg
Rindfleisch
350 mg
Bananen
400 mg
Spinat
630 mg
Linsen
840 mg
Getrocknete Aprikosen
1400 mg
Weizenkleie
1400 mg
Limabohnen (frisch)
1700 mg
Wer es mit der Nahrung nicht gut schafft, kann das Kalium auch substituieren.
Eine meiner Meinung nach, wirklich geniale Erfindung: das PANSALZ. Ist ein Salz, was nicht nur Natriumchlorid enthält, sondern auch gleich Kalium und Magnesium. Wirklich sinnvoll. Da sind die wichtigen Elektrolyte schon drin. Viele von euch fragen immer, wie sie Leitungswasser aufwerten können: ganz einfach, mit PANSALZ (ca. 1 Gramm pro Liter Wasser). Ist rein positiv und verbessert den Elektrolytgehalt umfangreicher und besser als einfaches Kochsalz.
Mit dem Kalium etwas aufpassen müssen Menschen mit schwerer Niereninsuffizienz (aber diejenigen wissen das bereits).
PS: Warum ich so gerne die PURE Studie zitiere? Nein, nicht wegen des Namens 😊 Weil diese Studie seit 2002 läuft und noch weiter. Wir bekommen Langzeitergebnisse. Es werden 140.000 Menschen untersucht in über 600 Städten in 17 Ländern rund um den Globus. Es werden in dieser Studie neben Lebensstilfaktoren der Teilnehmer auch gesundheitliche Daten sowie Blutwerte und Urinparameter bestimmt. Das ganze prospektiv. Es sind viele Teilnehmer, aus der ganzen Welt und das besondere ist, es wird nicht geraten (Gedächtnisprotokoll: was haben Sie in den letzten 10 Jahren so ungefähr gegessen?) wie in anderen Studien mit großer Fehlerwahrscheinlichkeit, sondern es wird gemessen: Blutwerte oder wie in dieser Veröffentlichung Urinwerte (Natrium und Kalium im Urin). Es wird GEMESSEN und nicht GERATEN. MESSEN bringt echte wissenschaftliche Ergebnisse. Das was wir auch immer fordern. Genauere Daten über Lebensstil/Ernährung und Gesundheit kann man bislang aus anderen Quellen kaum so gut bekommen. Daher entspricht die PURE Studie (Zufall der Name? 😉) genau dem, was wir von Pur-Life wollen: wirklich Wissen was gesund und fit hält!