Ganz einfach: ja. Die Antwort liegt auf der Hand. Schon der Name Vitamin sagt, dass es sich um Nährstoffe handelt, die man zum Leben braucht. Die einzelnen Vitamine wurden nur dadurch entdeckt, dass bei Menschen bestimmte Krankheiten auftraten, die durch die Gabe eines bestimmten Stoffes wieder verschwanden. Dieser Stoff konnte dann in den einzelnen Fällen genauer beschrieben werden und wurde dann als Vitamin eingestuft und benannt. Warum also die Frage überhaupt? Weil viele Menschen heutzutage von der Presse leider verunsichert werden und sich dann tatsächlich diese Frage stellen. Die Presse bringt immer wieder reißerische Artikel wie „die Vitaminlüge“ und „Vitamine sind schädlich“ und ähnliches. Warum? Nur weil es sich besser verkauft. Die Presse will Sensationen. Eine Nachricht wie „Vitamine sind gesund“? Langweilig. Wissen wir ja alle. Genau, wissen wir eigentlich alle. Warum lassen sich dann so viele von der Sensationspresse verunsichern? Wenn man etwas immer und immer wieder hört und seien es auch eindeutig Falschaussagen, fragt man sich irgendwann ob da was dran ist. Aber falsch bleibt falsch. Vitamine sind, wir WISSEN es ALLE, lebensnotwendig. Ein Mangel macht krank. Medizinisch 100% gesichert – und das ist selten in der Medizin. Jetzt kommt die Gretchenfrage: haben wir selbst einen Mangel? Bei dieser Frage kann die Presse nicht mithalten und kann sie auch nicht beantworten. Das kann nur der Arzt bei jedem einzelnen Menschen individuell bestimmen. Denn den Vitaminstatus kann man heutzutage im Labor messen. Dann weiß man, ob man einen Mangel hat. Hat keiner? Ich messe regelmäßig bei vielen meiner Patienten Vitaminspiegel. Und besonders häufig ist der Vitamin D Mangel. Ca. 80% der Menschen, die ich messe, haben einen Mangel und damit erhöhtes Risiko für Osteoporose und sogar Krebserkrankungen. Sehr häufig finde ich auch einen Vitamin B12-Mangel. Macht Antriebsarmut, Müdigkeit, Schwäche, Nervenprobleme, Blutarmut, erhöhtes Homocystein und damit erhöhtes Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko. Andere häufige Mängel sind Zink, Selen, Arginin, Tryptophan, u.v.m. Und es gibt noch viele weitere Mikronährstoffe im Blut, die man messen kann. Und jedes Teil des Systems ist wichtig. Gleicht man einen Mangel aus, sinkt das Risiko vieler Folgeerkrankungen. Viele Beschwerden die häufig als Stress, Burnout oder funktionelle Beschwerden bezeichnet werden verschwinden. Vitamin-und Mikronährstoffmängel sind nicht selten, Beschwerden oder Krankheiten dadurch werden häufig nicht erkannt. Also ganz einfach: im Blut messen lassen. Den Mangel ausgleichen und dann erneut messen lassen.