Eine Studie konnte Licht ins Dunkel bringen. Hier wurde gezeigt, dass die Muskeln nach sportlicher Betätigung mehr Glucose (Zucker) aufnehmen als in Ruhe. Dafür wird in Ruhe aber mehr Glucose in der Leber verstoffwechselt. Was haben die Forscher hier gemacht? Sie haben 2 Gruppen untersucht. Die eine hat 40 Minuten Sport getrieben. Die andere nicht. Anschließend bekamen beide Gruppen radioaktiv markierten Zucker. Den konnte man dann mittels PET im Körper verfolgen und sehen wo er hingeht. Wie zu erwarten bei den Sportlern in die Muskeln. Bei den Anderen in die Leber. Was bedeutet diese Erkenntnis für uns? Kohlenhydrate (=Zucker) sind nicht per se böse. Haben wir uns sportlich betätigt, dann gehen anschließend gegessene Kohlenhydrate in die Muskulatur und werden als Glyokogen gespeichert. Völlig normal und völlig harmlos. Haben wir uns aber nicht bewegt und essen Kohlenhydrate, dann gehen diese in die Leber. Was passiert dort damit? Sie werden in Fett umgewandelt und sofort gespeichert. Die Leber verfettet. Das führt zu Stoffwechselproblemen, Insulinresistenz (langfristig zu Diabetes), Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und natürlich Übergewicht. Heißt, wenn man sich wenig bewegt sind Kohlenhydrate besonders gesundheitsschädlich. Was ist die Konsequenz, die wir aus dieser Untersuchung ziehen müssen? Ganz einfach. Kohlenhydrate muss man sich durch Sport/Bewegung verdienen. Isst man Kohlenhydrate ohne sich bewegt zu haben, sind sie besonders gefährlich. Folge: Sportler dürfen in geringem Ausmaß Kohlenhydrate essen, allw Anderen müssten sich, gesundheitlich gesehen, streng ketogen, also kohlenhydratfrei ernähren. Ansonsten verfettet die Leber und man wird auf Dauer schwer krank. Oder sie bewegen sich. Bewegung ist und bleibt die beste Medizin. Und ein bisschen weniger Kohlenhydrate täte uns allen gut. Antwort auf die Frage in der Überschrift: bei wenig Bewegung sind Kohlenhydrate sehr schädlich. Bei viel Bewegung nicht ganz so sehr.