Burn-out beginnt meist mit unauffälligen Frühzeichen – und wird gerade deshalb so lange übersehen.
Warnsignale, die du ernst nehmen solltest
Ehrlich einordnen
Mach den Selbsttest
Weil Burn-out und Depression sich stark überschneiden, ist ein strukturierter Selbsttest ein guter erster Schritt. Auf unserer Themenseite zur Depression findest du einen anonymen Test mit Auswertung.
Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, Engegefühl in der Brust
Schlafstörungen, Tinnitus, innere Unruhe
Ursache 1
Chronischer Stress ohne Ausgleich
Burn-out gilt seit Beginn der Forschung als Reaktion auf dauerhaften Stress, der aus Sicht der Betroffenen nicht mehr bewältigt werden kann. Entscheidend ist das Gefühl von Überforderung und mangelnder Kontrolle. Bleibt die körperliche Reaktion auf den Stress – Bewegung – dauerhaft aus, wirken die Stresshormone einfach weiter.
Ursache 2
Zu wenig Anerkennung für zu viel Einsatz
Viele investieren viel mehr in ihren Beruf, als sie an Gehalt, Sicherheit, Aufstieg und Wertschätzung zurückbekommen. Dieses Ungleichgewicht zwischen Leistung und Anerkennung – die berufliche Gratifikationskrise – gilt als einer der stärksten Risikofaktoren.
Ursache 3
Hohe Anforderung, wenig Spielraum
Besonders belastend ist die Kombination aus hohen Anforderungen und geringem eigenen Entscheidungsspielraum – dazu fehlende Unterstützung durch Kollegen und Vorgesetzte. Genau hier sind auch Arbeitgeber und Gesetzgeber gefragt, nicht nur der einzelne Mensch.
Ursache 4
Innere Antreiber
Hohe eigene Ansprüche, Perfektionismus, die Unfähigkeit abzugrenzen und die Angst, um Unterstützung zu bitten. Solche Muster treiben an – und in die Erschöpfung. Wer sich ständig sagt „Ich kann nicht mehr“, bahnt genau das im Körper an.