Bewegung gehört zu den wirksamsten Mitteln gegen Knochenschwund – sie regt den Knochenaufbau an, kräftigt die Muskeln und beugt Stürzen vor. Bei Osteoporose kommt es aber auf das Wie an. Die wichtigste Grundregel lautet: aufrichten statt runden. Übungen mit starker Vorbeugung der Wirbelsäule, tiefes Rundmachen des Rückens und ruckartige Drehbewegungen belasten die Wirbelkörper und können Brüche begünstigen. Aufrichtende, kräftigende und gleichgewichtsschulende Bewegungen sind dagegen ideal. Starte behutsam und lass dich anfangs fachkundig anleiten.
Mitmach-Kurs für einen geschmeidigen Körper
Training, das deine Knochen fordert
Neben Kraft ist Beweglichkeit entscheidend: Sie hält Wirbelsäule und Gelenke geschmeidig und unterstützt eine sichere, aufrechte Haltung. Mach einfach mit, in deinem Tempo.
Yoga verbindet Kraft, Beweglichkeit und Balance mit Achtsamkeit. Gerade das Gleichgewichts- und Haltungstraining macht es bei Osteoporose wertvoll – vorausgesetzt, einige klassische Haltungen werden angepasst.
Pilates trainiert gezielt die tiefe Rumpf- und Rückenmuskulatur und schult kontrollierte, bewusste Bewegungen – ideal für Haltung und Stabilität. Klassische Programme enthalten allerdings viele Übungen mit eingerollter Wirbelsäule, die bei Osteoporose abgewandelt werden müssen.
Gezieltes Rückentraining bei Rückenschmerzen
Eine kräftige Rückenmuskulatur ist bei Osteoporose Gold wert: Sie stützt die Wirbelsäule wie ein natürliches Korsett, richtet den Oberkörper auf und wirkt dem gefürchteten Rundrücken entgegen. Gut trainierte Rückenstrecker nehmen Druck von Wirbeln und Bandscheiben und können so Rückenschmerzen lindern. Studien deuten zudem darauf hin, dass gezieltes Kräftigen der Rückenstreckmuskeln das Risiko für Wirbelbrüche senken kann. Entscheidend ist auch hier die Ausrichtung: kräftigen und aufrichten statt beugen und runden.