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Bewegung – und was nur so aussieht
Bei der Frage, was gegen unspezifische Rücken- und Gelenkschmerzen hilft, ist die Studienlage erstaunlich eindeutig. Und sie widerspricht dem, was sich intuitiv richtig anfühlt.
Die Antwort
Nur Bewegung wirkt dauerhaft
Eine umfangreiche Meta-Analyse hat aus 4.657 wissenschaftlichen Veröffentlichungen die 85 aussagekräftigsten Studien zu den verschiedenen Therapieverfahren ausgewertet. Ergebnis: regelmäßige Bewegung und gezieltes Training sind die am besten belegte langfristige Maßnahme. Passive Verfahren können kurzfristig lindern, ersetzen aber keine aktive Therapie.
Und es muss nicht viel sein: Schon fünf Minuten Training am Tag helfen deutlich weiter.
Warum das so ist
Bewegung wirkt entzündungshemmend
Eine chronische, niedriggradige Entzündung im Körper gilt als Risikofaktor für viele chronische Erkrankungen. Bewegungsmangel und vermehrtes Körperfett erhöhen die entzündungsfördernden Botenstoffe, Bewegung senkt sie nachweislich.
Daraus folgt ein Befund, der viele überrascht: Bei Übergewicht ist es nicht die mechanische Belastung der Gelenke, die Arthrose fördert, sondern die chronische Entzündung aus dem Fettgewebe.
Was genau trainieren?
Viele denken, sie müssten vor allem den Rückenstrecker trainieren. Tatsächlich sind es andere Muskeln.
Die häufigsten Irrtümer
Was sich gut anfühlt, aber nichts ändert
Bettruhe und Schonung – verzögern die Heilung eher, als sie zu fördern
Belastung dauerhaft vermeiden – schwächt die Muskulatur weiter, ein Teufelskreis
Die Spritze – nimmt vielleicht kurz den Schmerz, korrigiert aber weder Haltung noch Muskelschwäche
Massagen allein – entspannen kurzfristig, machen aber keinen Muskel stärker
Als Ergänzung ist all das schön. Als alleinige Therapie zu wenig, weil es die Ursache nicht berührt: fehlende Kraft, ungünstige Haltung, zu wenig Bewegung.

Wärme oder Kälte?

Beim typischen verspannungsbedingten Schmerz hilft meist Wärme – sie fördert die Durchblutung und lockert die Muskulatur. Kälte ist eher etwas für die frische Verletzung mit Schwellung.
Beides lindert aber nur das Symptom. Die Ursache – schwache, verspannte Muskeln – löst weder Wärme noch Kälte. Das macht nur Training.

Sport trotz Schmerzen?

Beim unspezifischen Schmerz ist genau das richtig: aktiv bleiben und sich im schmerzarmen Bereich bewegen. Du sollst dich nicht in starke Schmerzen hineinquälen, aber in Bewegung bleiben.
Bauch und Rumpf
Der tiefe Bauchmuskel zuerst
Studien zeigen, dass gerade der Musculus transversus abdominis bei Rückenschmerzgeplagten schlechter aktiviert wird. Er verläuft horizontal und ist für das Einziehen des Bauches verantwortlich – genau das machen auch Lumbalbandagen. Deshalb im Alltag immer mal wieder den Bauchnabel Richtung Wirbelsäule ziehen. Die zweite wichtige Gruppe sind die Musculi multifidii, die für die Drehung der einzelnen Wirbel zuständig sind.
Wichtig: beim Bauch-Einziehen ausatmen, beim Einatmen den Bauch entspannen
Der Atem-Fehler
Paradoxe Atmung vermeiden
In den Brustkorb einatmen und dabei den Bauch einziehen – das nennt man paradoxe Atmung, und sie macht viele Beschwerden: von Nacken-, Rücken- und Schulterschmerzen über Spannungskopfschmerz bis zu Blähbauch und Sodbrennen. Unterdruck im Brustkorb beim Einatmen und Überdruck im Bauch beim Anspannen sind die beste Kombination, um Magensäure nach oben zu pressen.
Mehr zur richtigen Atmung
Nicht vergessen
Beinkraft dämpft die Wirbelsäule
Läufer mit Rückenschmerzen hatten in einer Studie deutlich weniger Kraft im Kniestrecker als Läufer ohne Beschwerden. Weniger Kraft im Oberschenkel bedeutet weniger Dämpfung beim Laufen – und damit mehr Belastung für die Wirbelsäule.
Deshalb gehört zu jedem Lauftraining ein zusätzliches Krafttraining für Beine, Rumpf und Rücken. Und da wir uns alle bewegen sollten, sind wir im Grunde alle Läufer oder mindestens Geher.

Für alle, die sitzen müssen

Bildschirm-Oberkante auf Augenhöhe, damit der Nacken nicht nach vorne kippt
Oft die Position wechseln – die beste Haltung ist die nächste Haltung
Alle 30 bis 60 Minuten kurz aufstehen, ein paar Schritte gehen, strecken
Zwischen Sitzen und Stehen wechseln, wenn möglich
Und der wichtigste Punkt: Wer viel sitzen muss, muss umso mehr trainieren. Die beste Ergonomie ersetzt keine kräftige Muskulatur.
Passender Kurs dazu – Rückenfit im Stehen geht sogar in der Mittagspause
Den ganzen Artikel lesen – Rückenschmerzen ganzheitlich betrachtet
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1 Woche
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Schmerzen Lindern
Rückenfit - alles im Stehen
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Kräftigung und Mobilisation des Rückens - alle Übungen finden im Stehen statt, daher ist der Kurs auch bei Einschränkungen geeignet.
Rückenschmerzen ganzheitlich betrachtet
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